Sunday, September 8, 2019

Tag 14: 23. August 2019: Wieder am Meer - Tylösand bei Halmstad

Tag 14: 23. August 2019: 

Wieder am Meer - Tylösand bei Halmstad


Seen sind toll. Wunderbar. Ich liebe Seen.
Das Meer ist unglaublich. Faszinierend. Zieht mich magisch an. Ich liebe das Meer!

Markus hatte die letzten Tage "seinen" See, mit dem Stellplatz in erster Reihe, genau wie er es am liebsten hat. Nun erquengelte ich mir wieder "mein" Meer. Das habe ich halt daheim so gar nicht (entschuldige bitte, Ammersee, Du bist wunderschön. Du bist halt nur kein Meer...).
Wir hatten uns von Vimmerby aus Richtung Süden orientiert, da die prognostizierten Sonnenstunden/Tag an der Westküste vor ein paar Tagen doch deutlich unter unserem Limit lagen. Was sind schon Vorhersagen, zumal an der Küste. Heute sah das deutlich besser aus, weswegen ich Markus so lange bequatschte, bis er aufgab und wir doch nochmal ein Stück nach Norden rollten. Mein Traum war ein Ausflug mit dem Schiff durch die sonnenbeschienenen Göteborger Schären. Nicht mehr und nicht weniger. 
Für Montag war herrlichstes Sommerwetter dort angesagt, bis dahin, heute war Freitag, wollten wir uns quasi auf dem Weg nach Göteborg den 7 km langen Sandstrand von Tylösand ganz in der Nähe von Halmstad näher ansehen.
Der Campingplatz nah am Strand war groß, einer von der luxuriöseren Sorte. Wir hatten noch nicht einmal angehalten, um an der Rezeption nach einem Platz zu fragen, da hatte Ferdi schon die Minigolfbahn entdeckt, die zum Platz gehörte. Wir wussten sofort, dass wir ihn nicht weiter vertrösten konnten. Hier würden wir ran müssen. Es sah allerdings wirklich nach einer sehr schönen Anlage aus.
Wir konnten uns einen Wunschplatz aussuchen, wanderten einmal über den gesamten Platz und bekamen unseren Favoriten.
Dann - klar - der erste Gang zum Strand, das ist immer wieder so ein schönes Gefühl! Wo geht es lang? Ist das der kürzeste Weg? Wie lange dauert es wohl noch? Kannst Du das Meer schon sehen? Daaa!!!

Die letzten Meter über die Düne zum Strand
Heute war das Wetter streng genommmen nicht ganz sommerlich, zudem recht windig. Der erste Anblick des aufgewühlten Meeres erinnerte mich spontan an die Atlantikküste bei Carcans in Frankreich (unser Urlaub 2016). Auch der Weg über den Holzsteg ähnelte dem sehr.




Die Kinder hupften sofort begeistert in der Brandung, flitzten dann in die Dünen, versteckten sich dort voreinander, kugelten unter quietschen wieder heraus, hinunter und jubelnd zurück zum Wasser.
Ich fing wie von alleine an, am Meer entlang zu schlendern. Immer am Rande der Brandung. Einfach nur laufen, barfuß im Sand, die salzige Luft riechen, den Wind spüren, die Wellen hören. Mehr braucht´s nicht am Meer.

Irgendwo auf dem Bild verbirgt sich ein kleiner Dünenhüpfer
Pure Lebensfreude
Luzia und Ferdinand begleiteten mich ein Stück südwärts und schon nach ein paar hundert Metern erreichten wir einen kleinen Fluß, der hier ins Meer mündete. Bei dem Wind sah es allerdings eher so aus, als ob er aus dem Meer entsprang, so wurde das Wasser flußaufwärts geweht.
Am Ufer und teils auch im Wasser trieben einige weiße Rosen, was es mit diesen wohl auf sich hatte?

Die letzten Meter eines kleinen Flüßchens
Markus hatte sich am Fuße der Düne ausgestreckt und mit einem Badetuch zugedeckt. Wenn man sich nicht bewegte, dann wurde es schnell kühl. Die Kinder hupften in Badesachen im Wasser herum und lachten uns aus wie wir uns da mit unseren Badetüchern wärmten. Ich kuschelte mich zu Markus dazu und wir genossen den Moment: irgendwo in Schweden am Strand liegen, unseren lebensfrohen Mäusen zusehen, ihr Lachen hören und wissen, dass sie nach Sonnenuntergang in ihr warmes Bett krabbeln und mit dem Meeresrauschen im Ohr einschlafen dürfen. 
Süden

Norden

1 comment:

  1. Meer ist einfach mehr ;-) Ich gehe auch so gerne entlang der Wasserlinie spazieren - meist singe ich dann irgendwann "Deine Spuren im Sand ..." bzw. "Meine Spuren im Sand ...".

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