Tag 9: 18. August 2019:
Elchtreffen in Småland
Zunächst einmal habe ich dem gestrigen Tag noch etwas hinzuzufügen. Wir wanderten gerade durch den sumpfig-urwaldigen Teil des Stenshuvud Parkes und Luzia ging wie ich so richtig das Herz auf angesichts des schönen Fleckchens Erde. Da sagte diese meine Tochter doch auf einmal: Mama, die Natur ist schöner als das schönste Kleid der Welt!"
Ein Besuch in der "Astrid Lindgren Värld" in Vimmerby, Småland, war von Anfang an geplant. Heute Morgen brachen wir daher die Zelte in Simrishamn ab und verbrachten einen bedeckt-regnerischen Tag auf der Straße. Morgen sollte wieder die Sonne scheinen.
Unterwegs guckte ich rechts und links unserer angedachten Strecke nach einem kleineren Highlight, damit wir auch an diesem Reisetag für 1, 2 Stunden aus den Autositzen zu kommen.
Einen Elch in freier Wildbahn zu Gesicht zu bekommen gehört zu den ganz, ganz seltenen Glücksmomenten in Schweden. Die entsprechenden Warnschilder gibt es zwar immer mal wieder, sofern sie nicht von deutschen Touristen abmontiert werden, aber die Tiere hören sehr gut und sind extrem scheu.
Es handelte sich um einen netten, kleinen Park mit ca. 12 Elchen, die sich in einem großzügigen, bewaldeten Gehege herumtreiben, aber jederzeit auch in einen offenen Stall kommen konnten. Spätestens hier kam man ihnen ganz nahe, sollten sie sich auf der Fahrt durch den Park widerspenstig zeigen. Der Eingang führte durch einen hübschen Andenkenladen mit gar nicht mal so kitschigen Souvenirs, hier wurden uns in perfektem Deutsch die Tickets verkauft. An einer der Außenwände des Stalles zeigte eine Tafel Fotos und Beschreibungen aller Elche. Auch ein Ferdinand war darunter. Würden wir auch ihn zu sehen bekommen? Laut Beschreibung hatten wir ihn mitgebracht. Ein freundlicher Kerl, immer hungrig… ;)
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| Der freundliche, immer hungrige und an Blumen schnuppernde Elch Ferdinand |
Ein Traktor mit mehreren Anhängern stand bereit und die Passagiere dieser letzten Tour des Tages (mal wieder Schwein gehabt!) kletterten hinein. Jedem von uns wurden vom „Chef“ Elch Leckerlis in Form von Birkenzweigen ausgehändigt und los ging die ruckelige Fahrt.
Die Einfahrt hatte was von Jurassic Park. Die Fahrspur war gesäumt von Maschendrahtzäunen und wir näherten uns einem großen Tor, das von einem alten, krummbeinigen Mann geöffnet und hinter uns wieder geschlossen wurde.
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| Vorfreude |
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| Vorfreude? |
Die Einfahrt hatte was von Jurassic Park. Die Fahrspur war gesäumt von Maschendrahtzäunen und wir näherten uns einem großen Tor, das von einem alten, krummbeinigen Mann geöffnet und hinter uns wieder geschlossen wurde.
Wie im Drehbuch hieß es nun Ausschau halten. Hälse recken. Aufstehen. Wieder hinsetzen. Auf der anderen Wagenseite gucken. Mit dem Birkenlaub rascheln.
Ha, da, eine erste Sichtung: Elch, malerisch zwischen Felsen am Teich liegend. Das war dann übrigens schon Ferdinand, wussten wir aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Der Elch blieb liegen, wir ruckelten weiter. Kurz darauf kam ein großer Elch durchs Unterholz.
So à la "endlich kommt der 16h Traktor!"
Wir wedelten begeistert mit Birkenzweigen. Gemächlich futterte er sich von hinten nach vorne durch.
Ein riesiges Tier ist so ein ausgewachsener Elch! Ewig lange Beine, ein recht massiger Körper, großer Kopf. Ein weiteres Männchen tauchte auf und auch eine Elchkuh, die sich dem vorderen Wagen zugesellte.
So à la "endlich kommt der 16h Traktor!"
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Ein riesiges Tier ist so ein ausgewachsener Elch! Ewig lange Beine, ein recht massiger Körper, großer Kopf. Ein weiteres Männchen tauchte auf und auch eine Elchkuh, die sich dem vorderen Wagen zugesellte.
Der Traktor blieb eine ganze Weile lang stehen, so dass jeder ausreichend Zeit hatte zum füttern, streicheln, gucken und fotografieren.
Ein Stückchen weiter hielten wir erneut und ein paar Mädels bekamen noch eine Ration Zweige auf die bodennahen Zweige einer Fichte gelegt, von dem sie sie in bequemer Höhe quasi pflücken könnten.
Ja, und dann war Ferdinand dran. Der lag unverändert im Gras am See und schaute (oder schnupperte an den Blumen, was er laut Steckbrief wie sein Stier-Namensvetter gerne macht).
Wir hörten, dass der Ferdinand immer eine Extraportion Futter bekommt, da er sonst nicht so richtig zu Kräften kommt. Einen schönen Haufen Birkenzweige bekam er direkt vor die Nase gelegt und noch eine Portion Streicheleinheiten. Dann speiste er genüsslich, nach wie vor liegend. Wer ko der ko.
Nach Vimmerby war es nun nicht mehr allzu weit. Es regnete recht heftig inzwischen, wir hatten Glück gehabt mit unserer Pause.
Bei diesem Besuch in Vimmerby blieben wir direkt auf dem Campingplatz, der zum Astrid Lindgren Park gehört. Es gibt ja dort neben dem Campingplatz ein Hotel, das in Form einer kleinen schwedischen Ortschaft aufgebaut ist. Kein Häuschen gleicht dem anderen. Zwischen den Häusern gibt es Spielplätze, in den Gärten stehen Schuppen, die sich bei näherem Hinsehen als ebenso schön ausgestattete Hotelzimmer entpuppen wie die "Häuser". Ebenso verhält es sich mit den "Garagen".
Als dritte Option kann auch ein kleines Hüttchen gemietet werden.
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| Hotelzimmerdörfchen 1 |
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| Hotelzimmerdörfchen 2 |
Als dritte Option kann auch ein kleines Hüttchen gemietet werden.
Heute Abend sahen wir allerdings nur mehr zu, dass alle satt ins Bett kamen. Es war vom Regen noch alles klitschnass und daher umso gemütlicher im Bett.


















































