Tag 1: 10. August 2019
Grünes Licht zum Aufbruch
Der "5er rechts vorne" machte uns einen Strich durch die Rechnung. Der Mistkerl hatte mich die letzten Wochen schon geärgert und war Anfang letzter Woche zur Hochform aufgelaufen, schließlich wurzel behandelt und damit an weiteren Untaten gehindert worden. Na gut, dachte sich der Entzündungsherd, dann nehmen wir halt den Knochen in Angriff. Zahn wieder aufgemacht, Medikament rein, Antibiose begonnen, Freitag statt auf den Beifahrersitz in den Zahnarztstuhl gesunken und - yeahh, Entwarnung! Entzündung rückläufig, Zahn wieder verschlossen, grünes Licht zum Aufbruch!
Heute Morgen startete Markus dank überragend organisierter Planung um 7:30h den Motor, raus ging´s aus dem Malerwinkel Richtung Augsburg und bald danach stundenlang auf der A7 Richtung Norden.
Etwa 1.5 Keks- bzw. Salzbrezeltüten später, die Hungerschreie aus der zweiten Reihe wurden lauter, erschien in Oberthulba die Rettung in Gestalt eines Supermarktes mit großzügig bemessenem Parkplatz. Auf dem Bordstein vor dem Wohnwagen verschwanden Käsesemmeln, Butterbrezn, Gurken- und Kohlrabischnitze sowie das obligatorische Eis. Und dass so ein Supermarktparkplatz auch Gelegenheit für Naturbeobachtungen bietet (und nein, ich meine keine Wildpinkler!) zeigte uns eine unscheinbare Hecke, die den Parkplatz umsäumte. Ich bemerkte aus ein paar Metern Entfernung eine Öffnung in der dicht gewachsenen Hecke und dachte zuerst an einen Igeldurchschlupf. Bein näherer Inspektion flogen dann aber Wespen ein und aus. Im Landeanflug waren beachtliche Manöver zu beobachten, da der Weg zum Stock kurz nach der Einflugöffnung scharf nach rechts einbog. Mangels klarer Verkehrsregelung waren einige Rempler zu beobachten zwischen aus- und einfliegenden Bewohnern. Einen Crash gab es sogar direkt am Einflugloch, die Beteiligten konnten sich gerade noch fangen.
Es hat mich ja schon interessiert, wo in der Hecke das Nest liegt und so ein bisserl begann ich, hie und da die Zweige auseinanderzuschieben und hineinzuluren...da drängte Markus zur Weiterfahrt. Und drückte mir den Schlüssel in die Hand. Juchhe!
Über Fulda, Kassel und Hannover kamen wir an diesem Tag noch bis Bad Fallingbostel.
In der "Böhmeschlucht" liegt sehr malerisch der gleichnamige Campingplatz. Das dazugehörige Restaurant könnte auch ein Museum für Kaffeemühlen sein, Fensterbretter, Simse und Borde säumen, keine wie die andere. Draußen lachte mich besonders der Steingarten an, der sich eine Böschung vom Haupthaus hinunter zur Stellplatzwiese erstreckt.
Die Böhme ist ein sogenannter Heidefluß, der wunderbar mit Paddelbooten befahren werden kann und laut Infotafel etlichen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bietet. Markus und ich saßen auf einen Absacker an einem der Böhme-Zuflüsse, der den Campingplatz durchzieht und die Vorstellung war durchaus verlockend, sich in ein Boot zu setzen und gemächlich auf dem grünlichen Wasser dahinzugleiten. Ebenso verlockend war es allerdings, ins kuschelige Bett zu krabbeln.
Etwa 1.5 Keks- bzw. Salzbrezeltüten später, die Hungerschreie aus der zweiten Reihe wurden lauter, erschien in Oberthulba die Rettung in Gestalt eines Supermarktes mit großzügig bemessenem Parkplatz. Auf dem Bordstein vor dem Wohnwagen verschwanden Käsesemmeln, Butterbrezn, Gurken- und Kohlrabischnitze sowie das obligatorische Eis. Und dass so ein Supermarktparkplatz auch Gelegenheit für Naturbeobachtungen bietet (und nein, ich meine keine Wildpinkler!) zeigte uns eine unscheinbare Hecke, die den Parkplatz umsäumte. Ich bemerkte aus ein paar Metern Entfernung eine Öffnung in der dicht gewachsenen Hecke und dachte zuerst an einen Igeldurchschlupf. Bein näherer Inspektion flogen dann aber Wespen ein und aus. Im Landeanflug waren beachtliche Manöver zu beobachten, da der Weg zum Stock kurz nach der Einflugöffnung scharf nach rechts einbog. Mangels klarer Verkehrsregelung waren einige Rempler zu beobachten zwischen aus- und einfliegenden Bewohnern. Einen Crash gab es sogar direkt am Einflugloch, die Beteiligten konnten sich gerade noch fangen.
Es hat mich ja schon interessiert, wo in der Hecke das Nest liegt und so ein bisserl begann ich, hie und da die Zweige auseinanderzuschieben und hineinzuluren...da drängte Markus zur Weiterfahrt. Und drückte mir den Schlüssel in die Hand. Juchhe!
Über Fulda, Kassel und Hannover kamen wir an diesem Tag noch bis Bad Fallingbostel.
In der "Böhmeschlucht" liegt sehr malerisch der gleichnamige Campingplatz. Das dazugehörige Restaurant könnte auch ein Museum für Kaffeemühlen sein, Fensterbretter, Simse und Borde säumen, keine wie die andere. Draußen lachte mich besonders der Steingarten an, der sich eine Böschung vom Haupthaus hinunter zur Stellplatzwiese erstreckt.
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| Steingarten mit Bienenkorb |
Große Kiesel, dazwischen altes Küchengerät, oft mit Sempervivum bewachsen, gerne auch alte Sprossenfenster und Zinkwannen. Sogar ein alter Strohbienenkorb bekommt dort sein Gnadenbrot. Ein gewundener Pfad führt durch den liebevoll dekorierten Garten.
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| Sempervivum in die Pfanne gehauen |
Nach der Ochsentour auf der Autobahn kam das Buffett, das an diesem Abend im Restaurant angeboten wurde, gerade recht. Die Jungs hatten trotz etwas bedrohlicher Wolken noch eine Radl-Stadtrunde gedreht.
Die Böhme ist ein sogenannter Heidefluß, der wunderbar mit Paddelbooten befahren werden kann und laut Infotafel etlichen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bietet. Markus und ich saßen auf einen Absacker an einem der Böhme-Zuflüsse, der den Campingplatz durchzieht und die Vorstellung war durchaus verlockend, sich in ein Boot zu setzen und gemächlich auf dem grünlichen Wasser dahinzugleiten. Ebenso verlockend war es allerdings, ins kuschelige Bett zu krabbeln.


Huch, mein Kommentar ist weg - dann eben ein neuer Versuch ...
ReplyDeleteJuhu, ich freu mich, dass es wieder einen Blog gibt! Was für ein Glück, dass der Zahn Euch doch keinen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Gute Reise weiterhin! Am Sonntag müssen wir uns irgendwo gekreuzt haben, da war ich ja vom hohen Norden nach Hause unterwegs.
Viele Grüße an alle,
Simone
Hi Seimen, Du treue Seele! Das war mir (fast) klar, dass von Dir der erste Kommentar kommt ;) Dankeschön! Ja, da sind wir praktisch aneinander vorbei gedüst irgendwo. Ganz liebe Grüße nach Hause, Andrea
DeleteMaaaannn,ich hatte den ersten Kommentar,wurde aber wegen meiner Digitalegasthenie natürlich nicht gesendet.....Mpf
ReplyDeleteHaha, typisch mein Schwesterherz 😘
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