Tag 4: 13. August 2019
Radeln durch Skanör med Falsterbo
Die Halbinsel, auf der die (früher wohl mal getrennte) Ortschaft Skanör med Falsterbo liegt, befindet sich "ganz links unten" auf der skandinavischen Halbinsel und trennt Ostsee und Öresund. Diese exponierte geographische Lage macht diesen Landzipfel für den Vogelzug bedeutsam. Die gefiederten Gesellen wandern vorwiegend in südwestlicher Richtung und orientieren sich am Küstenverlauf. Bevor es dann aufs offene Meer geht, rasten ein Großteil von 500 Millionen Durchreisenden auf den letzten Metern, also hier auf der Halbinsel. Der südlichste Bereich ist dann auch streng geschütztes Gebiet, das nur in wenigen Winterwochen von Besuchern betreten werden darf.
Nach unserer Fahrt nach Norden war uns weniger nach Rasten denn nach Bewegung. Mit den Rädern zogen wir los, immer der Nase lang rechts und links durch Falsterbo.
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| Doch ´ne Rast: Energiedepots auffüllen vor dem ICA in Falsterbo |
Das gestaltete sich gar nicht einmal so einfach, mehr als nur einmal steckten wir plötzlich mit den Reifen im Sand und hatten wieder einmal eine Sackgasse mit Strandmündung erwischt. Typisch für diese Gegend scheinen auch die kleinen Badehäuschen zu sein, die in den verschiedensten Farben die Dünen schmücken. Eines hat es mir besonders angetan: das Modell "Klappveranda":
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| Badehäuschen mit Klappveranda |
Vom weiteren Verlauf unserer Tour gibt es nicht allzu viele Fotos. Das hat zwei Gründe: Erstens durchquert der Radweg bzw. der Wanderweg "Skaneleden" auf dem Weg in Richtung des Vogelschutzgebietes einen weitläufigen Golfplatz. Um das Risiko einer direkte Begegnung "Ball mit Kopf" zu minimieren, weisen Schilder auf folgende Regelung hin. Trifft der Golfer den Ball nur suboptimal, so dass dieser von der ihm angedachten Flugbahn abweicht, so gibt der Golfer einen bestimmten Schrei von sich (den ich offenbar sofort wieder vergessen habe). Daraufhin ist der Wanderer/Radler angehalten, sich unverzüglich in die Hocke zu begeben und den Kopf mit den Armen zu schützen. Ich war dann doch entspannter, als wir den Golfplatz hinter uns gelassen hatten.
Außerdem spielte das Wetter nicht ganz so mit, es tröpfelte hie und da, und windig war es auch. Gerade als wir das "Falsterbo fyr", den Leuchtturm, passierten, hielt ich es für schlauer, meine Kinder moralisch beim weiterfahren zu unterstützen anstatt die Kamera zu bedienen. Schee was trotzdem!
Einen Halt bauten wir noch ein, um eine Burgruine, das "Falsterbohus" aus dem 14. Jahrhundert, zu besuchen. Die Ruine war etwas weniger stattlich als erwartet, nur mehr Reste der umlaufen Mauer und der Burggraben sind zu sehen.
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| Falsterbohus-Ruine |
Ein paar Kilometer zur versprochenen Kaffeepause wurden recht nass, dann aber rettete uns das hübsche kleine Café des Spelabäcken-Hotels mittels Schokokuchen, Panna Cotta, Gebäck, Cola, Sprite und Kaffee die Stimmung.
Das mit der Kaffeepause ist in Schweden etwas sehr Spezielles. Sie heisst "Fika", dürfte eine Art Menschenrechtsstatus besitzen und wird hier im Café folgendermaßen charakterisiert:
[fi:ka] (verb.) a concept in Swedish culture. For us, it´s the meaning of ”a beautiful moment” accompanied with nice food that gives you energy and a lovely smile. Fika is considered a social institution in Sweden. Enjoy!
Das von Cola und Sprite bereit gestellte Energievolumen hatten wir Eltern unterschätzt.
Radeln zum Campingplatz: Kinderkram.
Trampolinspringen: pffftt, das fällt unter Chillen.
Es musste noch ein Ventil für all die Bewegungsfreude her. Klar. Noch ein Strandspaziergang vor dem Schlafen gehen!
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| Huch, da ist mir die Heide nochmal ausgekommen. Ist aber auch zu schön! |
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| Eine Wolke wie ..... Her mit euren Inspirationen! |






die Wolke ist ein Vogel ganz eindeutig!
ReplyDeleteWalvogelmanatee
ReplyDelete😂😂😂 a skandinavischer Wolperdinger
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