Saturday, September 7, 2019

Tag 13: 22. August 2019: Ferdi ist nun 7 - aber bitte mit Sahne!

Tag 13: 22. August 2019: 

Ferdi ist nun 7 - aber bitte mit Sahne!

Dass wir Ferdis Geburtstag irgendwo weit weg von zu Hause feiern, daran haben wir und er selber uns inzwischen gewöhnt. Ich packe mittlerweile routiniert einen Grundstock an Dekomaterial ein und denke nicht mehr am Vortag irgendwo im Nirgendwo schweißgebadet darüber nach, wo ich nun noch Luftballons und Kerzen für die Torte her bekomme...ach so, ja, welche Torte eigentlich!?!?
Dieses mal waren es sogar zwei. Also Torten. Eine schwedische Mandeltorte und eine Schokotorte. Tage zuvor völlig stressfrei bereits im Gefrierfach eingelagert. 
Aber erst einmal gab´s Früstück, mit am Vortag getesteten und für heute beim Campingplatzchef erneut georderten Semmeln, Zimtschnecken und Dänischem Plundergebäck mit Puddingfüllung.


Wer ist heute die Hauptperson? 
Sind "Unboxing Videos" eigentlich immer noch gefragt?
Ich zeige euch zumindest mal eine kurze Fotovariante der Geschenkeauspackerei. Viel war es nicht, denn sein Hauptgeschenk hatte unser kleiner Großer schon zum Urlaubsbeginn bekommen: das Mountainbike.
Markus hatte ihm zusätzlich noch einen neuen Schwung Fischer Technik eingepackt (nicht vom TipToi Karton verwirren lassen):





Und dann wurde gebaut. Es waren viele Achsen, schnelle Fahrzeuge und komplizierte Gebilde dabei. Auch einen Ventilator habe ich in Erinnerung. Der kam sogar ein paar Mal zum Einsatz in der schwedischen Sommerhitze.

Der 22. August weckt in mir zugegebenermaßen jedes Mal wieder ein ganz besonderes Gefühl der Dankbarkeit. Es ist ein großes Glück, dass Ferdi und ich vor 7 Jahren alles so gut überstanden haben. Dass er als Frühchen so problemlos alles, was den Beginn seines Lebens schwierig machte, weggesteckt und aufgeholt hat. Es ist großartig, nun mit zu erleben, wie er sich auf die Schule freut, wie vertrauensvoll er auf Neues zugeht, wie selbstsicher und pfiffig er ist. Ich bin enorm stolz, dass ich Deine Mama sein darf, Ferdi!

Der Tagesablauf blieb weitgehend der heutigen Hauptperson überlassen. Wir machten Vorschläge für mögliche kleinere Unternehmungen und eine Radlrunde um den See mit seinem Hauptgeschenk konnte er sich gut vorstellen.


Ich mag Schwedisch - wer versteht´s?

Einen Teil der Strecke kannten Markus und ich ja bereits, im Naturschutzgebiet dann gerieten wir allerdings auf für uns Beide neue Pfade. Wir hatten bei der Rekonstruktion unserer Laufstrecken bereits festgestellt, dass wir im Wald unterschiedliche Wege genommen hatten, nun landeten wir auf einer für uns Beide neuen Strecke. Diese erwies sich als die schönste, da sie ab und an direkt am See verlief.


Über Stock und Stein im Wald um den Vittsjön

Ordentlich auf und ab ging es dennoch, es gab immer wieder Abschnitte, in denen wir schieben mussten. 



Für die Jungs stand der sportliche Aspekt im Vordergrund. Für Luzia und mich spielte sich die Tour überwiegend in Bodennähe ab. In freiwilliger Bodennähe! Es gab so viel zu entdecken an Pilzen, Käfern, Flechten, Schnecken...









Luzia hat den Tisch gedeckt

Und wer kann mir nun sagen, ob dies die seltene "Lungenflechte" ist?
Markus und Ferdi vertrieben sich die Wartezeit, indem sie sich vor uns versteckten um uns wie schon zuvor im Stenshuvud Nationalpark zu erschrecken. Meist kamen wir ihnen auf die Schliche. Mal standen 2 Fahrräder mutterseelenallein im Wald, mal leuchtete Markus´ Fahrradhelm hinter einem Busch hervor. 


Der durch Eisenerzvorkommen bräunlich gefärbte See
Nach gut der Hälfte der Strecke trennten sich dann unerwartet unsere Wege. Wir waren einig gewesen, dass es Zeit für den Geburtstagskuchen wurde und wir die Runde beenden wollten. Kurz darauf sehe ich gerade noch, wie Ferdi und Markus, statt auf dem eben noch deutlich ausgeschilderten Hauptweg zu bleiben, rechts abbiegen. Ich war mir sicher, dass dies nicht der direkte Weg um den See war, und rief ihnen noch hinterher. Die Verfolgung wollten ich nicht aufnehmen, da dies den Verlust gerade erst erkämpfter Höhenmeter bedeutet hätte. Ich versicherte mich noch auf der Karte, dass ich richtig lag. Ja, der Weg führte auf eine Halbinsel. Sackgasse. Sicher hübsch, aber nicht, wo wir hin wollten. 
Luzia und ich beschlossen, den kürzesten Weg heim zu nehmen, den Männern dies per WhatsApp mitzuteilen und unterwegs noch in den Supermarkt zu springen. Ich hatte mir Schlagsahne für die Torte eingebildet, die es noch zu jagen galt. Gesagt, getan.
Wir kamen eine ganze Weile vor den Herren am Campingplatz an. Immerhin hatten sie den Weg zurück doch noch gefunden.





Torte gut, alles gut...
... aber bitte mit Sahne!
(eigenhändig mit diesem Schneebesen geschlagen)

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